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Ein Sport für alle Altersklassen - Karate Dojo Naila e.V.


Das Karate Dojo Naila e.V. zählt zu den größten Karatevereinen in Bayern und existiert nunmehr über 35 Jahre. Von den knapp 300 Mitgliedern sind die Mehrheit Kinder und Jugendliche. Die lizenzierten Übungsleiter oder Diplom-Sport-Trainer sind alle Träger des schwarzen Gürtels. Zu den Erfolgen des Vereines zählen mehrfache Bezirksmeister, Landesmeister, Deutsche Meister und Pokalsieger.
Zu den aktuellsten Erfolgen zählt Franziska Solger. Das 18jährige Nachwuchstalent bestand beachtenswert die Prüfung zum Schwarzgurt (1. Dan) und behauptete sich damit in der 35-jährigen Geschichte des Vereins als die jüngste weibliche Danträgerin überhaupt. In der anspruchsvollen Prüfung stellte sich die Kumite-Spezialistin (Bayerische Meisterin) den kritischen Augen der Kata-Bundestrainer, um ihr breit gefächertes Wissen unter Beweis zu stellen. Unzählige Wochenendlehrgänge, zahlreiche Meisterschaften und regelmäßiges Training mit Diplomtrainer Dr. Hörner machten diesen Erfolg möglich.

Ursprung und Philosopie

Karate ist ein Kampfsport, dessen Ursprünge bis etwas 500 Jahre n. Chr. zurückreichen. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Lauf der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und -erfahrung. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang dieses Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.
Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet „Karate-Do“ – „der Weg der leeren Hand“. Im wörtlichen Sinn heißt das: der Karateka (Karatekämpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das „Kara“ (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei wußtsein gegenüber dem Partner und natürlich eine gute Körperbeherrschung, die im Kihon (Grundschule) systematisch aufgebaut wird. Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Das macht fit! Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.

Eine moderne und wirksame Selbstverteidigung

Viele Karateka üben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Und tatsächlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und körperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, kann sich sinnvoll verteidigen. Deshalb vermitteln spezielle Lehrgänge neben technischen Fertigkeiten auch die psychologischen Komponenten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Diese Aspekte machen Karate- Selbstverteidigung insbesondere für Frauen und Mädchen interessant.

Ein Sport für uns alle

Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung, Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Durch die Vielseitigkeit fördert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. Auch deshalb haben sich viele junge und ältere Menschen für diesen Sport entschieden. In den meisten Vereinen gibt es Anfängerkurse, die den Einstieg leicht machen: Stufe um Stufe wachsen Geschicklichkeit und Leistungsvermögen. Die farbigen Gürtel der Budosportarten sind dabei Hilfe und Ansporn.

Wettkampf und Traditon

Im Karate werden grundsätzlich zwei Wettkampfdisziplinen unterschieden: Beim „Kumite“ (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, wertbare Stoß-, Schlag- und Trittechniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzungen der Kampfpartner ausgeschlossen sind: wer sich nicht daran hält, wird disqualifiziert! Die Disziplin „Kata“ ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehrtechniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Man unterscheidet rund 50 verschiedene Katas, deren Ästhetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegen.
Manche Kata wurde über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben und ist Zeuge der Tradition des Karate. Jedem Vereinsmitglied ist die Teilnahme an Wettkämpfen und Turnieren freigestellt – ob im Kumite oder in der Kata, das entscheidet jeder selbst! Karate ist anerkannte Gesundheitssportart! Im Jahr 2003 wurde Karate von der Weltgesundheitsorganisation WHO zum gesundheitsfördernden Sport erklärt, auch eine wichtige internationale Bestätigung für das Karate.
2009 erkannte auch der Bayerischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband die vielen gesundheitlich relevanten Möglichkeiten des Karate an – Karate und seine Übungen wird als Möglichkeit Behindertensportart und zur Rehabilitation eingesetzt.


Besonders stolz sind wir darauf, dass am 6. - 7. März 2010 die Bayerischen Meisterschaften in Naila stattfinden. Für alle Interessierten bietet sich eine großartige Chance, die Faszination des modernen Karatewettkampfes hautnah mitzuerleben. Und wer auf den Geschmack gekommen ist: Für alle Interessierten beginnt ein neuer Anfängerkurs am Donnerstag, 11.03.2010, um 19 Uhr in der Realschule Naila (Trainingsanzug genügt).
www.karate-naila.de



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