Kleines Drachen ABC - Das perfekte Flieger Glück
Geschichte
Der Ursprung der Drachen liegt in Asien. In China gab es Drachen bereits im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Damals bestanden Drachen hauptsächlich aus Bambusstäben und Seide. Da Seide aber sehr teuer war, verbreitete sich der Kult um die Drachen erst mit Erfindung des ersten Papiers. Die Drachen haben in Asien eine ganz besondere Bedeutung. So glaubten die Menschen früher, dass die Drachen ihre Wünsche und Gebete zu den Göttern in den Himmel hinauf tragen würden. Drachen waren religiös gesehen also Boten des Himmels. Sehr interessant ist auch, dass Drachen selbst heute noch zum Fischfang in Malaysia eingesetzt werden. Da der Drachen über dem Wasser fliegt, wirft er keinen Schatten auf das Wasser, so bemer-ken die Fische nicht, dass Gefahr droht. Ab dem 17. Jahrhundert verbreiteten sich Drachen auch in Europa. Zunächst um Siege gegen Feinde zu feiern und später als Spielzeug für Kinder und Erwachsene. Und um es nicht zu vergessen – ohne den Drachen hätte Benjamin Franklin niemalsKleines Start-ABC
Ein schöner Drachen muss über optimale Flugeigenschaften verfügen: Leichtigkeit, Widerstand und Stabilität. Also sollte man beim Drachenbau unbedingt auf exakte Symmetrie und genaue Maße achten. So ist zum Beispiel der drachengemäße Winkel entscheidend für seine Flughaltung. Diese ergibt sich durch das ausgewogene Verhältnis von drei Kräften: Auftrieb, Gewicht und Zugkraft. Das Ergebnis dieser drei Kräfte ist das sogenannte Druckzentrum, über dessen Achse die Steuerleine des Drachens reguliert wird.Start frei
Bei normalem Wind ist der Start problemlos. Schon von den ersten Metern an muss sich der Drachen allein in der Luft steigend halten können. Ist der Wind aber nicht stark genug, versucht man einen Start mit zwei Personen. Der erste hält die Leine, der Zweite stellt sich mit dem Drachen ca. 45 m entfernt in Windrichtung auf. Der Schwanz des Drachens wird am Boden ausgebreitet, damit er sofort seine stabilisierende Wirkung aufnehmen kann. Die erste Person muss sich bemühen, die Leine schwebend zu halten. Sobald sich ein leichtes Anheben des Drachens bemerkbar macht, zieht er ein wenig die Leine an, um die Aufwärts- Start frei!tendenz zu verstärken. Der Halter des Drachens lässt den Drachen los und jetzt muss der andere schnell die Leine aufrollen oder rasch die Leine an sich heranziehen. Mit ein bisschen Übung klappt es sicher.
Wichtigstes Zubehör - die Hapsel
Die Haspel kann verschiedene Formen haben. Manche verwenden eine Spule, andere setzen eine Spindel ein, aber am handlichsten sind immer noch einfache Platten. Man hat immer eine Hand für die Drachenschnur frei und mit einer einfachen Bewegung aus dem Handgelenk kann die Schnur abgerollt werden. Dies ist besonders beim Start wichtig und ermöglicht auch eine schnelle Kontrolle der Rückholleine. Die Größe der Platte hängt von der Länge der Drachenschnur ab; sie sollte aber keine scharfen Kanten haben, so dass die Schnur geschont wird. Ebenso wichtig ist eine Aussparung für die Hand.Bauanleitung
Zuerst die Leisten an den Enden einkerben, wobei die 750 mm lange Querleiste eine Kreuzkerbe erhält, und zum Drachenkreuz zusammenfügen. Der Kreuzungspunkt ist 250 mm vom oberen Ende der 900 mm langen Längsleiste entfernt. Leisten rechtwinklig verkleben und am Kreuzungspunkt mit Schnur sichern. Die zwei Waagepunkte markieren; sie sind 100 mm vom oberen bzw. unteren Ende der 900 mm langen Längsleiste entfernt.Spannschnur rings um den Drachen anbringen und verknoten. An den Kerben zusätzlich mit UHU Alleskleber Kraft sichern. In den Leistenrest nahe am Ende ein 2 mm Loch bohren. Ein Stück Schnur für die spätere Wölbung durch das Loch des Restes führen, entlang der Querleiste spannen und verknoten. Das Drachenkreuz auf die Bespannung legen und durch Zugabe von 2 - 3 Zentimetern den Stoff zuschneiden. UHU Alleskleber Kraft beidseitig dünn auftragen, warten bis der Klebstoff berührtrocken ist (Kontaktverklebung) und dann die Zugabe umschlagen und kurz, aber kräftig, festdrücken. Am oberen Waagepunkt ein 300 mm langes Stück Schnur befestigen, am unteren Waagepunkt ein Stück mit 600 mm anbringen. Dazu müssen die Schnüre durch ein kleines Loch in der Bespannung geführt werden. Beide am Gardinenring verknoten. Dort wird auch die Drachenschnur mit mehreren Knoten befestigt. Jetzt mit Hilfe des Leistenrestes die Schnur spannen, so dass eine Wölbung der Bespannung entsteht, das Klötzchen auf die Querleiste am Kreuzungspunkt kleben.
Oft haben die Eddys auch ohne Schwanz schon gute Flugeigenschaften, doch bei stärkerem Wind ist ein 3 Meter langer Schwanz hilfreich. Ein zusätzliches Schwanzteil von etwa 2 Metern sollte man bei sehr kräftigem Wind anbinden.
Faustregel: Drachenlänge x 7 = Schwanzlänge
Also jetzt raus, wenn der Wind weht! Aber die Sicherheitshinweise nicht vergessen!
Vorsicht! Hochspannung!Beim Drachensteigen immer auf freies Gelände achten. Hohe Bäume oder Gebäude, Straßen und natür-lich Flugplätze meiden, genauso wie Hochspannungsleitungen oder Bahnstrecken. Die Drachenschnur darf höchstens 100 Meter lang sein. Ein guter Tipp zum Schluss! Verbrennungen oder Schnittwunden lassen sich vermeiden, wenn man beim Drachensteigen
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