Freunde auf vier Pfoten
Ein Hund – oder überhaupt ein Haustier – bringt aber mit seinem Dasein dem Menschen nicht nur Freude – der Mensch hat damit auch Pflichten. Doch erst einmal ein paar allgemeine Dinge zum Thema Hund, die ich beim VDH, dem Verband des Deutschen Hundewesens, gefunden habe.
In Deutschland gibt es – entgegen der Einschätzung vieler Menschen – relativ wenige Hunde. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist die sogenannte Hundedichte in Deutschland relativ gering: Nur in 8,9 % der Haushalte wird ein Hund gehalten – in Frankreich sind es dagegen 38 % der Haushalte. Man geht auch davon aus, dass Hundebesitzer recht umgängliche Menschen sind – weil sie Tierliebhaber sozusagen sind. Aber genau da bin ich mir nicht immer sicher. Denn es gibt in Sachen Hundehaltung, die nicht nur mich zum Kopfschütteln bringen.
Als Problem Nummer Eins in Sachen Hunde kann man wohl das Thema Hundekot bezeichnen. Statistik hin oder her – wenn diese sagt in Deutschland gäbe es gar nicht so viele Hunde. Wenn ich mich so umsehe, glaube ich manchmal jeder Dritte habe mindestens einen Hund. Unter diesen vielen oder nicht so vielen Hundebesitzern gibt es noch immer genügend, die nicht wissen, was sich gehört. Sicher, auch Bello muss mal ein kleines und großes Geschäft verrichten. Aber in den letzten Jahren türmen sich die Hunde-Kot- Haufen auf Fußwegen, auf Wiesen, Waldwegen, an Straßenlaternen und -Schildern, auf Parkplätzen, sogar auf Kinderspielplätzen und an weiteren Orten, wo diese nicht hingehören. Und das obwohl ja genug Aufklärung betrieben wurde, und wird, dass der Hundhalter für die Entsorgung von Bellos Häufchen verantwortlich ist. Mittlerweile gibt es Beutelchen, Tütchen und Schäufelchen – selbst Abfallbehälter, die es dem Hundefreund erleichtern, den Hundekot zu entsorgen. Auch in so mancher Stadt- oder Dorfsatzung ist dies verankert. Doch noch immer halten sich nicht alle Hundebesitzer daran. Und es ist bestimmt schon jedem passiert, dass er in einen solchen Haufen reingetreten ist. Das ist einfach nur pfui, pfui, pfui, liebe Hundebesitzer! Die Stadt Rehau hatte sich noch etwas ganz besonderes ausgedacht. Die Stadtväter meinten, sie setzen mal eine „Verpetze-Prämie“ aus. Also, wer jemanden sieht, der mit Bello Gassi geht und Bellos Häufchen nicht beseitigt, meldet dies der Stadt. Bellos Herrchen bekommt eine Strafe und der Verpetzer einen Obolus. Nun ja, gerade erfolgreich ist diese Idee auch nicht ...
Was sich auch als Problem für den einen oder anderen darstellt, ist, dass Hunde oft nicht angeleint werden. Ich wurde zwar als Kind mal von einem Schäferhund angefallen, aber meine Angst vor Hunden hat sich zum Glück gelegt und ich finde die Vierbeiner auch recht nett. Trotzdem, möchte ich nicht von einem frei laufenden Bello angekläfft oder gar angesprungen werden, wenn ich mal durch die Natur streife.
Noch etwas zur Hundehaltung an sich. Die Tierheime werden mir nun wohlwollend zustimmen. Dieses Problem allerdings, betrifft alle Tierhalter! Die goldenen Regle heißt hier: Erst überlegen, ob man ein Tier auch artgerecht halten kann. Es ist ein Unterschied, ob man sich einen Goldfisch zulegt oder einen Schäferhund. Für den Goldfisch genügen ein kleines Aquarium und zwei, drei Pflanzen darin sowie drei, vier Mal in der Woche etwas Futter. Ein Hund – ganz gleich welcher Rasse, benötigen viel mehr Zeit und Wissen. Oft werden Vierbeiner angeschafft, weil es sich Töchterchen so wünscht oder weil es irgendwie hip ist, ein Tier zu haben oder weil man gerade mal zu viel Zeit hat. Aber Lebensbedingungen ändern sich und ein Hund in einer Stadtwohnung über Stunden allein gelassen, das hat wohl nichts mehr mit Tierliebe zu tun. Wer sich einen Bello anschaffen möchte, sollte sich genau informieren und genau überlegen, ob er/sie allen Anforderungen, die das Tier an sein Herrchen oder Frauchen stellt, auch gerecht werden kann. Die Tierheime können ein Lied davon singen, was mit Hunden passiert, die auf einmal nicht mehr ins Leben ihrer Hundehalter passen. So und nun wird der Zeigefinger wieder erhoben und ich denke mal an all die, die ihre Bellos richtig halten, mit ihnen lange Spaziergänge unternehmen, wissen, was Bello wirklich braucht und möchte, die ihren Vierbeiner nicht stundenlang allein in der Wohnung lassen und auch die Häufchen entsorgen. Denn sie sind die wahren Tierfreunde und Hundehalter.
Also Hundehalter: auch wer Hunde mag, mag nur mit dem Vierbeiner Freundschaft schließen, der einem sympathisch ist und den er kennt – zumindest das Herrchen oder Frauchen.
An alles gedacht?
Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, euch einen Hund anzuschaffen, gibt es einige „Grundvoraussetzungen“, die an erster Stelle geklärt werden müssen. Dazu kommen auch Pflichten – heute ist alles nicht mehr so einfach und ein Hundehalter muss viele Pflichten erfüllen. Neben den allgemeinen guten Umgangsformen gegenüber Mitmenschen und anderen Hunden müsst ihr auf einiges achten....zurück


