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Der Grippevirus A/H1N1 ist nicht neu. Bereits zwei Mal ist er historisch dokumentiert worden und hatte jedesmal für eine weltweite Erkrankung (Pandemie) gesorgt. 1918 bis 1920 wurde die Grippewelle „Spanische Grippe“ genannt. Bei ihrer ersten Runde um die Welt war sie noch verhältnismäßig harmlos. 1977 bis 1978 tauchte der Erreger wieder unter dem Namen „Russische Grippe“ auf. Weltweit starben dabei geschätzte 700.000 Menschen. Von einer Pandemie wurde damals nicht gesprochen, da vor allem junge Menschen unter 23. Jahren starben, nicht Menschen aller Altersklassen. Begründet wird das damit, dass ältere Menschen damals einen gewissen Immunschutz durch die erste Grippewelle besaßen. Nun 2009 taucht der Erreger erneut auf und wird in den Medien überall als „Schweinegrippe“ betitelt.

So infiziert man sich

Der Virus überträgt sich durch feinste Tröpfchen. Da er sich in den Atemwegen einnistet, sind also Tröpfchen aus dem Nasen-Rachenraum gefährlich. So kann es zu einer Ansteckung kommen, wenn man mit Menschen spricht (Tröpfchen im Atem) oder wenn infizierte Menschen niesen bzw. husten und man hier in der Nähe ist. Der Virus überlebt auch einige Zeit außerhalb des menschlichen Körpers. Man kann ihn also auch bekommen, in dem man Infizierten die Hand schüttelt oder Gegenstände anfasst, die Infizierte berührt haben. Wischt man sich danach durchs eigene Gesicht, hat es der Erreger zu seinem neuen „Wirt“ geschafft. Deswegen immer wieder Hände waschen und niemand die Hand schütteln.

Die typischen Symptome

Ist schon ein leichtes Kratzen im Hals, das erste Anzeichen der Grippe? Nein, nicht zwangsläufig. Symptome der Schweinegrippe sind unter anderem:

- Augenrötung oder Entzündung
- Husten und Niesen
- Halsschmerzen
- plötzliches, hohes Fieber
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen und Durchfall

Sollte man eines der Symptome haben, muss es aber noch lange nicht heißen, dass man an Schweinegrippe erkrankt ist. Es kann auch nur eine normale Erkältung sein. Aber am besten geht man vorsichtshalber mal zum Arzt und lässt sich durchchecken.

Schweinegrippe Behandlung

Schweinegrippe führt nicht automatisch zum Tod. Die Sterblichkeitsrate ist sogar (bisher) sehr, sehr gering. Als wirksam gegen das H1N1- Virus haben sich insbesondere die ® Medikamente Tamiflu und Relen- ® za gezeigt. Diese können die Symptome mindern und die Dauer der Krankheit verkürzen. Nach ca. sieben Tagen ist der Spuck dann vorbei. Der Körper hat den Virus besiegt und bestenfalls wurde niemand weiteres infiziert. Ob der Körper danach bereits Antikörper gebildet hat, ist im Moment noch nicht klar. In jedem Fall kann einem ein mutierter Virus jederzeit wieder befallen. Deswegen bleiben auch nach einer erfolgreich überstandenen Schweinegrippe-Erkrankung die Schutzmaßnahmen wichtig.

Impfung gegen Schweinegrippe

Das Bundesgesundheitsministerium hat als grundsätzliches Ziel ausgegeben, dass ab Oktober jeder geimpft werden soll, der dies möchte. Es ist jedoch nicht geplant, eine Pflichtimpfung gegen die Schweinegrippe einzuführen. Die Impfung soll freiwillig bleiben. Sie soll zum Großteil in öffentlichen Einrichtungen durchgeführt werden und ist in jedem Fall kostenlos. Da es sich um eine Vorsorgemaßnahme handelt, wird auch keine Praxisgebühr fällig.





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